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© Susanne Jaspers

Georges Hausemer, Jahrgang 1957, lebte als Autor, Reiseschriftsteller, Übersetzer und Zeichner in Luxemburg und in einem Dorf in der Eifel. Er übersetzte seit 1981 aus dem Französischen, Spanischen, Englischen und Luxemburgischen. U. a. sind seine deutschen bzw. luxemburgischen Übersetzungen von Janosch, Hans de Beer, Roger Manderscheid, Maxence Fermine, Emmanuel Carrère, Emmanuel Bove, Régine Detambel, Brigitte Aubert und Desmond Egan erschienen. Neben den ersten beiden Teilen des erfolgreichen Kinderbuchs »Dem Greg säin Tagebuch« hat er zuletzt Felicitas Hoppes Roman »Paradiese Übersee« unter dem Titel »Vu Wëlwerwolz op Kalkutta« ins Luxemburgische übersetzt. Georges Hausemer starb im August 2018 im Alter von 61 Jahren.

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© Guy Helminger

Guy Helminger wurde 1963 in Esch/Alzette (Luxemburg) geboren und lebt seit 1985 als Schriftsteller in Köln. Er schreibt Gedichte, Romane, Hörspiele, Theater, Drehbücher und tritt als Moderator literarischer Veranstaltungen auf.
2002 erhielt er den Förderpreis für Jugend-Theater des Landes Baden-Württemberg, im selben Jahr den Prix Servais für »Rost«. 2004 wurde ihm anlässlich der 28. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt der 3sat-Preis zugesprochen. Seine Geburtsstadt verlieh ihm 2006 den Prix du mérite culturel de la ville d’Esch. 2016 wurde er mit dem Dresdner Lyrikpreis und soeben mit dem Gustav-Regler-Preis 2020 ausgezeichnet.

Im Verlag capybarabooks sind bislang die Sammlung von Theaterstücken »Venezuela« (2015) und das Theaterstück »Jockey« (2019), die Neuauflagen des Erzählungsbands »Rost« (2016) sowie des Romans »Neubrasilien« (2020), das Kinderbuch »Eng Taass fir d’Nefertiti Nilpäerd« (Zeichnungen von Manuela Olten, 2015), die Reisereportagen »Die Allee der Zähne. Aufzeichnungen und Fotos aus Iran« (2018) und »Die Lehmbauten des Lichts. Aufzeichnungen und Fotos aus dem Jemen« (2019) erschienen. Im November 2020 erscheint Guy Helmingers neuer Roman, »Die Lombardi-Affäre«.

Peter H. Marsden (400 x 600)
© Josefine Marsden

Peter H. Marsden (geb. Settle/England 1944) studierte an den Universitäten Oxford, London und Manchester Germanistik und Romanistik. Von 1970 bis 2007 war er am Institut für Anglistik der RWTH Aachen beschäftigt. Seine Forschungsinteressen liegen sowohl in der Linguistik (speziell auf den Gebieten Sprachvariation, Zweisprachigkeit und Übersetzungswissenschaft) als auch der Literaturwissenschaft – hier mit dem Schwerpunkt Lyrik, insbesondere in den Literaturen Großbritanniens, Irlands, Australiens und Neuseelands. Veröffentlichungen u.a. zur mündlichen Überlieferung bei Aborigines und Maori sowie eine Reihe von Untersuchungen zu Einzelautoren wie Peter Bland, Peter Goldsworthy, Les Murray, Robert Sullivan und Hone Tuwhare. Derzeit arbeitet er an einer Studie der literarischen Beziehungen zwischen Deutschland und Neuseeland.

© Sarah Weis
© Sarah Weis

Sébastian Thiltges (geb. 1984 in Luxemburg) ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und arbeitet zurzeit am Institut für luxemburgische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Luxemburg. Er hat 2013 mit einer Dissertation über die Beschreibung von stillen Landschaften in der deutsch-, französisch- und englischsprachigen Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts promoviert. Seitdem gelten seine Forschungsinteressen vor allem den Themen Natur und Umwelt in der modernen und zeitgenössischen Literatur, der Kinder- und Jugendliteratur, den Literaturen Luxemburgs und der Literaturdidaktik. Im Rahmen seiner Forschung erschienen die Bände »Éco-graphies. Écologie et littératures pour la jeunesse« (hg. mit Nathalie Prince, 2018) und »Kulturökologie und ökologische Kulturen in der Großregion« (hg. mit Christiane Solte-Gresser, 2020). Seit 2015 ist er Mitglied im Jury des Prix Servais und seit 2016 Präsident der Luxemburgischen Gesellschaft für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft. Im Verlag capybarabooks erschien von ihm bisher die Übersetzung des Kinderbuchs »An du koumen d’Capybaren« aus dem Spanischen ins Luxemburgische.