Rost Cover
Guy Helminger
Rost. Stories
184 Seiten, 20 x 12 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-99959-43-07-3
18,95 €
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Von harten Kerlen und finsteren Typen

In Guy Helmingers Geschichten braucht es häufig nicht viel, um die Protagonisten aus der Bahn zu werfen. Ein schiefer Blick, eine falsche Bewegung, ein allzu schräg einfallender Lichtstrahl – schon gerät ein mühsam aufgebautes Lebenskonstrukt ins Wanken.
Wann immer das Unerwartete in den Alltag von Helmingers Figuren eindringt, zeigt sich deren wahrer Charakter: Aggression, übersteigertes Geltungsbedürfnis, krankhafter Narzissmus, Angst und Unsicherheit steuern ihr Fühlen und Verhalten. Doch selbst in den beklemmendsten Bedrohungsszenarien unterläuft der Autor die Erwartungshaltung seiner Leser. Denn auch in schrecklichen, zuweilen sogar grausamen Momenten bleibt Raum für lyrische Elemente und poetische Zwischentöne, die die roh hervortretende Gewalt sublimieren.

Ein verstörend-faszinierender, stilistisch anspruchsvoller und literarisch höchst vielseitiger Erzählband, der dem Autor bei seinem ersten Erscheinen 2002 den renommierten Prix Servais eintrug.

Über den Autor

Guy Helminger wurde 1963 in Esch/Alzette geboren und lebt seit 1985 als Schriftsteller in Köln. Zusammen mit seinem Kollegen Navid Kermani moderiert er seit vielen Jahren den »Literarischen Salon International« im Kölner Stadtgarten. 2002 erhielt er den Förderpreis für Jugend-Theater des Landes Baden-Württemberg, im selben Jahr den Prix Servais für die Kurzgeschichtensammlung »Rost«. 2004 wurde ihm anlässlich der 28. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt der 3sat-Preis zugesprochen. 2006 der Prix du mérite culturel de la ville d’Esch. Neben zahlreichen Theaterstücken, Hörspielen und lyrischen Werken hat er u. a. den Erzählband »Etwas fehlt immer« (2005) sowie die Romane »Morgen war schon« (2007) und »Neubrasilien« (2010) veröffentlicht. 2010 erschien sein erstes Kinderbuch: »Eine Tasse für Nofretete Nilpferd« (mit Zeichnungen von Manuela Olten). Die luxemburgische Ausgabe kam 2015 unter dem Titel »Eng Taass fir d’Nefertiti Nilpäerd« heraus. 2016 wurde Guy Helminger mit dem Dresdner Lyrikpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Guy Helminger erzählt vom Einbruch des Fremden ins Vertraute, von Epiphanien der Surrealität und immer wieder von Szenen extremer Gewalt in einem scheinbar rundum befriedeten, restlos abgeregelten Alltag.«
Denis Scheck in der Prix Servais-Laudatio

»Helmingers Kurzgeschichten sind Miniszenarien wie für Filme von David Lynch.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung